01

Tatsächliches Produkt und Verwendung bestimmen

Sanitär- oder Entwässerungsprodukt, Funktion, Modelle und vorgesehene Einbaubedingungen festlegen. Diese Angaben mit dem aktuellen WaterMark Schedule of Products und der Liste ausgenommener Produkte vergleichen. Die Liste nennt einschlägige Spezifikationen; Wasserkontakt oder ein bekannter Handelsname allein bestimmen den Zertifizierungsweg nicht. Aktuelle Spezifikation und relevante Anweisungen vor der Antragstellung prüfen.

Bedingtes Beispiel: Eine Filterbaugruppe enthält eine austauschbare Kartusche und einen neuartigen Anschluss. Funktion von Baugruppe und Teilen sowie die Abdeckung durch eine genehmigte Spezifikation klären. Ein fehlender Katalogtreffer beweist keine Ausnahme. Lässt sich das Produkt nicht nach einer genehmigten Spezifikation bewerten, den Weg zur Entwicklung oder Änderung der Spezifikation mit den zuständigen Beteiligten klären.

02

Nachweise der gelieferten Konfiguration zuordnen

Modell- und Variantenliste, Werkstoffe, Zeichnungen, Verwendungsgrenzen, Prüfberichte und Aufzeichnungen zur Fertigungsqualität vorbereiten. Die WaterMark-Bewertung verbindet Prüfung, zutreffende Spezifikation, genehmigtes Qualitätsmanagement der Produktion und Verwendungsbereich. Ein Laborbericht ist ein Bewertungsnachweis, aber noch keine vollständige Produktlizenz. Die zuständige WaterMark Conformity Assessment Body (WMCAB) entscheidet über die Annahme der Nachweise.

Bedingtes Beispiel: Ein Schlauchbericht beschreibt andere Endanschlüsse oder Innenwerkstoffe als das Verkaufsmodell. Geprüften Aufbau und Unterschiede dokumentieren. Mit der WMCAB klären, ob der Bericht dieses Modell vertritt und welche weitere Bewertung notwendig ist. Ähnliche Länge, Marke oder Optik rechtfertigen keine automatische Übertragung.

03

Lizenz prüfen und Einbauverantwortung abgrenzen

Eine zuständige WMCAB bewertet und zertifiziert das Produkt; ABCB verwaltet das System. Kayra kann die Vorbereitung organisieren, wird aber nicht als WMCAB, Prüflabor oder Lizenzentscheider vorausgesetzt. Tatsächliches Modell, Lizenz und Status in der amtlichen Produktdatenbank prüfen und mit Kennzeichnung sowie Scope of Use verbinden.

Die Grenzen des Scope of Use mit dem geplanten Einbau vergleichen. Die Lizenz eines Bauteils ist keine Freigabe des gesamten Gebäudes oder der Sanitärplanung; einschlägige Einbau- und Behördenpflichten bleiben bestehen. WELS separat prüfen, soweit das tatsächliche Produkt darunter fällt. WaterMark und Wassereffizienzregistrierung sind verschiedene Pflichten; eine Marke oder ein Logo weist nicht beide nach.

04

Verantwortung

Kayra unterstützt Sanitärproduktumfang, Modell-/Prüf-/Produktionsunterlagen und Koordination. Eine befugte WMCAB entscheidet über WaterMark-Zertifizierung und Lizenz; ABCB verwaltet das System. Lizenzinhaber und Hersteller behalten Produkt- und Produktionsaufgaben, Installation und WELS bleiben gegebenenfalls getrennt. Beratung ist keine WMCAB-Benennung und garantiert weder Lizenz noch Termin.

Amtliche Quellen

Geprüft: 3. Oktober 2026. Aktuelle Vorschriften und Bewertungsverfahren für das konkrete Produkt prüfen.